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wie viele hedgefonds schlagen den markt:

Wie viele Hedgefonds schlagen den Markt: Erfolgsmessung bei alternativen Investments

Die Frage wie viele Hedgefonds den Markt schlagen steht im Zentrum der Debatte über den Nutzen von Hedgefonds. Seit Jahrzehnten faszinieren und polarisieren sie zugleich. Einerseits gelten sie als exklusive Vehikel mit der Fähigkeit, überdurchschnittliche Renditen zu erzielen. Andererseits zeigen Studien, dass nur eine Minderheit langfristig besser abschneidet als große Aktienindizes wie der S&P 500 oder der MSCI World.

Um zu verstehen, wie viele Hedgefonds den Markt schlagen, muss zunächst definiert werden, was „den Markt schlagen“ bedeutet. Manche verstehen darunter absolute Renditen, also höhere Erträge als ein Index. Andere legen den Fokus auf risikoadjustierte Renditen – geringere Volatilität bei stabilen Ergebnissen. Hedgefonds sind nicht dazu da, einfach nur den Aktienmarkt zu kopieren, sondern absolute, unkorrelierte Erträge zu erwirtschaften.

In Haussephasen schneiden die meisten Hedgefonds schlechter ab als Indexfonds, weil sie Risiken absichern und dadurch nicht voll am Aufschwung teilnehmen. In Bärenmärkten oder volatilen Zeiten kehrt sich das Bild oft um: 2008 oder 2020 konnten viele Hedgefonds Kapital schützen und Verluste begrenzen, während Indizes massiv einbrachen.

Langfristige Studien zeigen, dass vielleicht 10 bis 15 Prozent der Fonds konstant besser abschneiden als Aktienmärkte. Doch das ist nur ein Teil der Wahrheit. Für Pensionsfonds oder Stiftungen ist ein Hedgefonds mit 7 Prozent Rendite bei halber Volatilität wertvoller als ein Fonds mit gelegentlichen Spitzen, aber hohen Schwankungen.

Ein weiteres Problem ist der Survivorship Bias. Fonds, die scheitern, verschwinden aus den Datenbanken. Damit wirken die überlebenden Fonds erfolgreicher, als die Realität es hergibt.

Die Strategie spielt ebenfalls eine Rolle. Equity-Long/Short-Fonds sind stärker mit Aktienmärkten korreliert und daher direkter vergleichbar. Makro- oder Arbitragefonds haben andere Treiber, und hier ist der Vergleich mit dem Markt nur bedingt sinnvoll.

Dennoch ist unübersehbar, dass die Branche im Durchschnitt enttäuschende Ergebnisse geliefert hat. Hohe Gebühren und oft unterdurchschnittliche Erträge haben Kritik hervorgerufen. Gleichzeitig gibt es Ausnahmen: einige quantitative Fonds oder makroorientierte Fonds haben über Jahrzehnte hinweg bewiesen, dass konstante Outperformance möglich ist.

Zusammengefasst lautet die Antwort auf wie viele Hedgefonds den Markt schlagen: nur wenige. Vielleicht einer von zehn Fonds schafft es langfristig. Doch das bedeutet nicht, dass Hedgefonds wertlos sind. Ihr Nutzen liegt in Diversifikation, Risikomanagement und Kapitalerhalt. Entscheidend ist die Rolle, die sie im Gesamtportfolio spielen.


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